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30.11.2019

Horror Beförderung - der Wurf ins kalte Wasser

Viele Chefs möchten besonders fleißige MitarbeiterInnen für ihr Engagement belohnen - es winkt die Beförderung. Vom Servicemitarbeiter zum Restaurantleiter, von der Rezeptionistin zur Front Office-Leiterin oder in anderen Worten: von der besten Fachkraft zum Vorgesetzten. Funktioniert das?

Oft wird es zum Horror statt zur Belohnung, denn etwas Entscheidendes wird vielfach vergessen: Führung will gelernt sein. Hartnäckig hält sich das Gerücht, dass man zur Führungskraft geboren sein muss - man könne das nicht erlernen. Gewisse persönliche Grundvoraussetzungen helfen selbstverständlich, aber die wesentlichen Fähigkeiten sind tatsächlich erlernbar bzw. trainierbar.

Alles unnötig - mit dem Wurf ins kalte Wasser lernt man schwimmen? Learning by doing reicht völlig aus und kostet keine Trainerhonorare? Man stelle sich die Fussball-Bundesliga mit dieser Einstellung vor. Elf Spieler versuchen den Ball irgendwie ins gegnerische Tor zu bekommen - jeder versucht sein Bestes. Auf der anderen Seite Jürgen Klopp und der FC Liverpool - ein Planer, Stratege und Leader, der sein Team sowohl motivieren als auch auf ein Ziel zusteuern kann.

Immer noch nicht überzeugt, dass Führungskräfte die Leistung eines Teams entweder zu Spitzenleistungen oder zu Missstimmung und Dienst nach Vorschrift bringen können? Und ausgerechnet diese Fähigkeiten soll ein/e Mitarbeiter/in sich selbst beibringen?

Führungskräfteentwicklung besteht aus mehreren Disziplinen: zunächst aus dem Grundverständnis der Aufgaben, die ein Teamleader hat. Dann das große Thema Führungsstil, das unmittelbar mit der Einschätzung des Teams in puncto Verantwortungsbewusstsein, Engagement, Kontrolle und Vertrauen verbunden ist. Und natürlich Kommunikation: einer der selbstverständlichsten und gleichzeitig kompliziertesten Erfolgsfaktoren, der Zielsetzung, Motivation und ein gutes Betriebsklima erst möglich macht. Und nun nochmal die Frage: geht das ohne fachlich fundierte Vorbereitung?

Das Training von zukünftigen Abteilungsleitern kann über Kurse oder über Inhousetrainings erfolgen. Letztere haben den Vorteil, unternehmensbezogen und auf das gesamte Führungsteam einschließlich Inhabern bzw. Hotelleitung abgestimmt zu erfolgen. Führungskultur ist etwas Individuelles in der Privathotellerie - es gibt keine Konzernrichtlinien. Umso mehr Arbeit steckt in der Frage, wie denn diese individuelle Führungskultur aussehen soll.

Mein Wunsch gerade für die Privathotellerie ist der Blick über den eigenen Tellerrand bzw. in das aktuelle Jahrtausend: die Markenhotellerie betriebt seit Jahren eigene Weiterbildungsakademien, in denen Mitarbeitende konsequent auf ihre Karriereschritte vorbereitet werden. Das bringt den Hotelkonzernen vor allem eins: Qualität. Denn gute Führung sorgt für stabile Leistungen.










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